[Blogroman – Death Desert] Kapitel 24 – Draa’alan

Liebe Leute, ich habe mich doch tatsächlich einfach mit den Wochentagen vertan und gestern vergessen, das nächste Kapitel online zu stellen, obwohl ich ganz brav letzte Woche vorgeschrieben habe. Hier ist es nun, und entschuldigt meine Verpeiltheit 😉

»Ich werde noch einen Tag in diese Richtung laufen, dann kehre ich um«, murmelte Xarela vor sich hin. Sie schleppte sich nach dem Vorfall in der Ruinenstadt an der Oase schon zwei weitere Tage durch die Wüste. Immerhin war sie an anderen unbesiedelten Quellen vorbeigekommen, sodass sie sich um das Verdursten keine Sorgen machen mussten. Die Elfenkriegerin rüttelte an ihrem Gürtel herum, weil die Scheide des Schwertes bei jedem Schritt gegen ihr Bein schlug. Nach kurzer Zeit musste sie wieder den Sitz ändern, weil eine Trinkflasche nun gegen das andere Bein geschlagen hatte.

Am Abend sah sie Reiter, die auf sie zu kamen. Es waren zwanzig vermummte Männer, aber keine Wüstenräuber, sie waren auch komplett vermummt, aber in den Farben Schwarz und Weiß – Soldaten aus Draa‘alan. Mit erhobenen Armen und voller Freude ging sie der Reitertruppe entgegen. Jetzt musste sie nur noch einen größeren Trupp zu den Flüchtlingen führen und sie wären gerettet. Die Reiter kreisten sie ein. Ein Soldat, der Offizier, wie an der goldenen Schwertbrosche auf der Brust zu sehen war, legte sein Gesicht frei, er war ein Mensch, und sprach die Elfin an: »Mein Name ist Raslan der Elegante. Offensichtlich bist du kein Fresser und führst ein Schwert mit dir. Das ist gut und ich biete dir an, nachdem du uns deinen Namen genannt hast, dich in unsere Stadt zu bringen«

Xarela schwirrte der Kopf. Er wusste von den Seuche und ihren brutalen Opfern.

Die Elfin erwiderte: »Mein Name Xarela vom silbernen Mond. Ich bin mit einer Gruppe von Flüchtlingen aus Kaleistis geflohen und sie warten in einer Höhle in der Wüste. Wir könnten sie alle abholen und…« Sie hatte sich in Rage geredet und Raslan gebot dem Redefluss mit einer Handbewegung Einhalt.

»Du kannst mir deine Geschichte während des Ritts erzählen«

Der Offizier ließ das Pferd an ihre Seite tänzeln und zog sie sanft aber kräftig hinter sich auf das Tier.

Das Reittier war schnell und trittsicher auf dem unsicheren Untergrund, und die Wüste flog an ihnen vorbei. Der Reitwind kühlte sie auf angenehme Weise und der Geruch des Offiziers war angenehm. Leicht nach Pferd – und war er parfümiert? Wenn, dann war dieser Raslan wirklich ein ungewöhnlicher Mann. Auch sein Name war seltsam. Draa‘alan wurde von Kriegerclans beherrscht und der beste Krieger regierte die Stadt, daher hatten natürlich alle Waffenträger eine besondere Stellung in der Stadt und trugen einen Ehrenbeinamen, der von dem jeweiligen Clan verliehen wurde. Normalerweise hatten sie Namen wie »Schlächter« oder »der Starke«.

»Geschichten wie deine hören wir sehr oft!«, rief er irgendwann gegen den Wind an.

Xarela brüllte nach vorne: »Wie schön, dass es so viele aus meiner Heimat in Sicherheit geschafft haben!«

Raslan zögerte einen Moment: »Wir haben Flüchtlinge aus fast allen Städten. Mit Draa‘alan sind es nur noch fünf, die nicht gefallen sind!«

Die Elfin wäre fast auch vom Pferd gefallen.

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