[Urlaub Diaries] Tag 3 – Shoppingqueen und Undercover in anderen Hotels

Mein Eiweißfrühstück behielt ich auch an diesem Tag bei, denn jeder Gamer weiß: Never change a running system! Nach dem Frühstück fiel uns auf, dass wir noch gar nicht wussten, wann wir am übernächsten Tag zum Flughafen gebracht werden sollten. Es gab auch seltsamerweise keinen Ordner, also mussten wir in ein anderes Hotel, wo der Reiseveranstalter seinen Hauptstützpunkt hatte. Dort fanden wir zwar auch keinen Ordner, aber erfuhren, dass die Info als persönliche Nachricht an der Rezeption hinterlegt sei – muss man auch erst einmal wissen. Naja, wo wir einmal da waren, wollten wir einmal gucken, wie man mit einem Stern mehr so seinen Urlaub verbringt. Im Hotel Nr.1 war die Einrichtung schön und modern, eben viel Glas und Stahl. Zwei Riesenpools, Kinderspielplatz, versteckte Quellen zwischen Pflanzen – und natürlich direkt neben der Autobahn Fast perfekt eben 😀 Aber so kann man sicherlich auch einen Urlaub verbringen: Schön all-inclusive buchen und dann muss man nur noch zwischen Speisesaal, Cocktailbar und Pool hin- und her rotieren. Nach dem dritten Cocktail, also bei mir wäre das wohl so kurz nach dem Frühstück, ist einem dann auch die Autobahn egal. So einen Urlaub will ich in meinem Leben auch noch irgendwann einmal machen!

Hotel Nr.2 lag direkt gegenüber und war so ziemlich das Gegenteil von Nr.1. Ruhige, rustikale Holzinneneinrichtung, die ich eigentlich eher im Schwarzwald vermutet hätte, und eine Art botanischer Garten mit beschrifteten Schildchen an den Pflanzen, was für Zellwändler denn die Besucher gerade betrachteten. Nach dem Schwarzwald kam der Souvenirkauf und die Pflichparfumverkostung. Was ich als Souvenir für meine Freundin erstand, kann ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich es ihr bis zur Veröffentlichung des Artikels noch nicht überreicht haben werde. Die Parfumprobe verlief wie immer: Die Verkäufer besprühten mich und später allerhand Teststreifen, als es keinen unbesprühten Quadratzentimeter an meinen Armen mehr gab. Letztendlich entschied ich mich aber gegen mein bewährtes „Sun Men“ und für ein spanisches Parfum, während ich mit der Nase über einer Dose mit Kaffeebohnen hing. Es riecht schon ziemlich geil, verfliegt aber auch ziemlich schnell, mal sehen. Zwischen den verschiedenen Parfümerien stärkten wir uns bei Burger King, wo ich seit Ewigkeiten nicht mehr war und der auch gut von Tauben frequentiert war, weil die menschlichen Besucher es dort nicht so sehr mit Tablettabräumen hatten.

Das Wetter war auch an diesem Tag wieder sehr windig, aber meine Mutter wollte unbedingt an den Strand, also trennten sich unsere Wege. Ich schrieb und las bei gutem, importieren Bitburger, das interessanterweise billiger als das einheimische Bier war.

Mein Buch des Urlaubs war übrigens der neueste Teil der Zwergenreihe von Markus Heitz „Triumph der Zwerge“. Zwar hatte ich vor dem Urlaub „The Circle“ angefangen und mir noch eine Anthologie von Cthulhu-Kriegsgeschichten geholt, aber die Zwerge passten irgendwie am besten zu dem Urlaub.

Das Abendessen war vom Niveau her wie am Vortag und es lief eine Kellnerin herum, die wie die spanische Schwester von Emma Watson aussah.

Im Metalpub ging es an diesem Abend mehr zur Sache, denn in Spanien wird Karneval erst dann richtig gefeiert, wenn er bei uns gerade vorbei ist. Jedenfalls beehrte an diesem der Karnevalsprinz im Superheldenkostüm und Froschkönigskrone den Metalpub. Ansonsten waren eine junge Frau und ein älterer Herr anwesend und wir rätselten den ganzen Abend, in welchem Verhältnis die beiden wohl zueinander stünden. Interessant war auch ein anderes Paar, das schon am ersten Abend da war. Die beiden saßen die ganze Zeit nebeneinander, schauten grimmig durch die Gegend, sprachen vielleicht zwei Sätze miteinander. Offensichtlich hatten sie sich schon alles gesagt. Wir fanden leider an diesem Abend nicht mehr heraus, wie Pärchen Nr.1 zueinander stand, gingen aber später als vorher zurück ins Hotel und schworen uns noch dieses Rätsel zu lüften.

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